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Universität Tübingen, Sanierung und Teilneubau Mensa I

Bild: Perspektive

Bild: Schwarzplan

Bild: Erdgeschoss

Bild: 1. Obergeschoss



Fotografien/Renderings:
weinbrenner.single.arabzadeh.architektenwerkgemeinschaft

  

Beschreibung

Nach mehr als 40 Jahren Betrieb ist für das Bestandsgebäude Mensa Wilhelmstraße 13 und den Pavillonanbau Wilhelmstraße 15 ein dringender Sanierungsbedarf gegeben.
Insbesondere in Bezug auf Gebäudezustand und -technik, funktionale und energetische Mängel, Schadstoffe und Brandschutz ist eine umfassende Sanierung zwingend erforderlich. Als erhebliche Mängel haben sich die funktionalen Defizite durch die veränderten Anliefer-, Lagerhaltungs- und Produktionsabläufe ergeben. Unter anderem können aktuell gültige, gesetzliche Anforderungen in Bezug auf Hygiene und Brandschutz nicht mehr eingehalten werden. Die zur Gewährleistung einer modernen Speiseversorgung erforderlichen Flächen können im Bestandsgebäude Wilhelmstraße 13 nicht zur Verfügung gestellt werden. Die technische Gebäudeausrüstung ist vollständig abgängig. Dies betrifft insbesondere die gesamte Küchentechnik.

Die Bestandsgebäude Mensa Wilhelmstraße 13-15 wurden von Paul Baumgarten entworfen und 1966 fertiggestellt. Das Gebäudeensemble stellt die Zentralmensa der Universität Tübingen dar und sichert die Versorgung des Innenstadtbereiches. Sowohl das Hauptgebäude Hausnummer 13 mit seinem Wirtschaftstrakt als auch der mit einem Steg angebundene Pavillonanbau Hausnummer 15 sind gemäß §2 DSchG unter Denkmalschutz gestellt.
Die Gebäude Mensa Wilhelmstraße 13-15 sollen generalsaniert und zur Gewährleistung einer modernen Speiseversorgung neu strukturiert werden. Um die hierfür benötigten Flächen zur Verfügung stellen zu können ist ein Abbruch und Teilneubau des Wirtschaftstraktes erforderlich. Dem Abbruch des Wirtschaftstraktes des Gebäudes Wilhelmstraße 13 hat das Landesamt für Denkmalpflege zugestimmt. Die verbleibende denkmalgeschützte Gebäudesubstanz sowie der Gebäudecharakter sind weit möglichst zu erhalten und wiederherzustellen.

Nach Abschluss der Baumaßnahme soll die Mensa mit einer Leistung von 4.000 Essen/Tag in Betrieb gehen. Eine Cafeteria mit Anbindung an den Außenbereich und einer Leistung von weiteren 500 Essen/Tag wird ganztägig als attraktive Ergänzung des Mensaangebotes zur Verfügung gestellt.
Im Foyer der Mensa Wilhelmstraße 13 werden festinstallierte studentische Arbeitsplätze eingerichtet. Auch das 1. Obergeschoss ist für eine Nutzung durch studentische Arbeitsplätze und Veranstaltungen der Universität außerhalb der Betriebszeiten vorgesehen.
Der Pavillonanbau Wilhelmstraße 15 wird für die bestehende Büronutzung der Verwaltung des Studierendenwerks ohne räumliche Änderungen saniert.
Nicht durch eine Mensanutzung belegte Flächen im Tiefgeschoss werden als Depot für das Museum der Universität Tübingen (MUT) saniert.
Die Anlieferung wird neu organisiert und erfolgt zukünftig über das Untergeschoß. Hierzu wird der Tiefhof bis an den Teilneubau erweitert.
Die Ausführung der Tiefbauleistungen erfolgt in 2 Bauabschnitten. Im ersten Bauabschnitt vor Beginn der Abbrucharbeiten des bestehenden Wirtschaftstraktes werden Versorgungsleitungen, die im künftigen Baufeld liegen, verlegt. Stillgelegte Leitungstrassen der Fernwärme werden ausgebaut und entsorgt. Die vorhandenen Hausanschlussleitungen werden abgetrennt und entsorgt. Im zweiten Bauabschnitt nach Fertigstellung des Rohbaus und vor Aufstellung des Gerüstes am Rohbau, werden die neuen Anschlussleitungen an das Gebäude und die neuen


Projektdaten 

Bauherr:
Land Baden-Württemberg,
vertreten durch den Landesbetrieb
Vermögen und Bau Baden-Württemberg
Amt Tübingen

Nutzer:
Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim
Universität Tübingen, Museum der Universität MUT

Projektleitung:
Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Tübingen

Planung:
weinbrenner.single.arabzadeh.architektenwerkgemeinschaft

Objektüberwachung:
Guggenberger + Ott Architekten GmbH

Tragwerksplanung und Verbau:
BfB Büro für Baukonstruktionen GmbH

Tiefbauplanung:
Ingenieurbüro für Bauwesen Herbert Germey GmbH

SiGeKo:
DEKRA Automobil GmbH

Planung HLS / MSR:
TCON Ingenieurgesellschaft mbH für Gebäude- und Energietechnik

Planung ELT und Förderanlagen:
IGW-Ingenieure

Bauphysik:
BRÜSSAU BAUPHYSIK GmbH

Brandschutz:
Gruner GmbH Stuttgart

Schadstoffe:
Arcadis Germany GmbH Niederlassung Karlsruhe

Küchenplanung:
vtechnik Planung GmbH

Gebäudefunk für BOS:
Günther Ingenieure GmbH

Außenanlagen:
Freiraumplanung Sigmund

Vermessung:
Ingenieurbüro Helle GbR

Geotechnische Beratung:
Büro für angewandte Geowissenschaften

Monitoring:
EGS-plan Ingenieurgesellschaft mbH

Nutzfläche
ca. 5.600 qm

Gesamtbaukosten
ca. 46,5 Mio. Euro

Bauzeit
2019 bis 2023





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